Interzone is near!
Aufgenommen in Aljezur, Portugal.
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Aufgenommen in Aljezur, Portugal.
blog.botnik.net — something for the mess age. Ein Blog, das seinen eigenen Inhalt jeden Tag ein bisschen mehr zersetzt und verschwinden lässt.
Das Q, der am wenigsten genutzte Buchstabe der deutschen Sprache, bekommt als erstes seine neue Vergänglichkeit zu spüren. Schon einen Tag nachdem er in einem frisch geschriebenen Blogeintrag erscheint, tritt an seine Stelle ein graues Quadrat und erinnert nur noch daran, dass dort einmal ein Buchstabe wacker seine Position im Wort gehalten hat. Der nächste Tag wird dem X, das Rang 2 der seltenen Buchstaben belegt, zum Verhängnis. Und so geht es weiter, bis mit dem E der letzte seiner Art verschwunden ist und uns ein Mosaik aus Grautönen bleibt.
Gleichzeitig verlieren auch die Fotos und Grafiken, die den Buchstaben zur Unterstützung beigestellt sind, ihren Glanz. Jeden Tag wird ihr JPEG-Kompressionsgrad um 1 erhöht, bis die auftretenden Artefakte und das Rauschen sie schließlich zur Unkenntlichkeit entstellen. Was auf ihnen abgebildet war, wofür sie einst standen? Man kann es dann bestenfalls noch erahnen.
Ein Blog, das zu einem Datenfriedhof wird. Interessante Idee.
Mehr aus dem Programm der Berlinale 2010:
Red, White and The Green (Iran 2009)
RED, WHITE & THE GREEN ist ein Dokumentarfilm, der die letzten drei Wochen vor den Wahlen im Juni 2009 zum Gegenstand hat. 58 Minuten lang zeigt er Aufnahmen aus der iranischen Hauptstadt, die zuvor niemals zu sehen waren. Der bewegendste Aspekt des Films ist der große Optimismus, den die meisten Menschen in Hinsicht auf die bevorstehenden Wahlen zum Ausdruck bringen – ohne eine Ahnung davon zu haben, dass eine Vielzahl von ihnen ein großes Erschrecken erwartet.
Exit Through the Gift Shop (GB, USA 2009)
„Ein Film über einen Mann, der versucht hat, einen Film über mich zu drehen“, so beschreibt Banksy seinen ersten Spielfilm. Der britische Graffitikünstler ist für seine längst zu Ikonen gewordene Straßenkunst berühmt und streng darauf bedacht, seine Identität geheim zu halten, um einer möglichen Strafverfolgung zu entgehen. Darum überrascht es auch nicht, dass er nicht bereit war, sich von einem exzentrischen französischen Ladenbesitzer namens Thierry Guetta filmen zu lassen.
Siehe auch Möglicherweise ganz interessante Filme.
Aus dem Programm der Berlinale 2010:
Howl (USA 2009)
1957 steht in San Francisco ein amerikanisches Meisterwerk vor Gericht. Angeklagt ist „Howl“, das Gedicht von Allen Ginsberg, der es öffentlich zum ersten Mal am 7. Oktober 1955 in der Six Gallery in San Francisco vorgetragen hat. Zwei Jahre später erscheint es im Druck, verlegt bei City Light Books, dem Verlag des Dichters Lawrence Ferlinghetti. 520 Exemplare der ohnehin kleinen Auflage werden daraufhin von der Polizei beschlagnahmt, Ferlinghetti muss sich wegen Verbreitung obszönen Schrifttums vor Gericht verantworten.
Blank City (USA 2009)
New York am Ende der 70er Jahre, das war eine Stadt kurz vor der Pleite. Die Armut wuchs und mit ihr die Verbrechensrate. Und doch war New York eine Stadt, die das internationale Kino enorm bereicherte, denn hier, an der Lower East Side, Downtown Manhattan, entwickelte sich etwas Neues: ein unabhängiges, widerständiges Kino junger Filmemacher, die sich von Vorgaben der aktuellen Musik – Punk und New Wave – anregen ließen und inhaltlich wie ästhetisch zu neuen Ausdrucksformen gelangten.
Siehe auch Möglicherweise ganz interessante Filme II.
Es ist, als ob der Wind sie verwehte. Als bringe er sie von einem Ort zum nächsten, ohne dass sie etwas daran ändern könnten. Irgendwann schlagen sie am Boden auf und es ist vorbei… Und “sie”, was tun sie? Sie lassen sich kraftlos treiben, akzeptieren traurig ihr Schicksal und versinken in Selbstmitleid. Doch sobald sie aufeinander treffen umschlingen sie sich, halten sich fest, paaren sich in der Hoffnung, dass dabei etwas größeres, stärkeres entsteht. Etwas, das sich aus der Bedeutungslosigkeit des Einzelnen und von seiner Unfähigkeit, Veränderung zu bewirken, befreit. Wenn überhaupt eine Hoffnung dahinter steckt.
Und was geschieht? Veränderung findet statt! Etwas wird bewirkt! Der Boden wird weiß! Die Schneeflocken, sie schaffen es!
Der Clown bin nicht ich, sondern diese auf monströse Weise zynische und so unbewusst naive Gesellschaft, die das Spiel der Seriosität spielt, um besser ihre Verrücktheit zu kaschieren.
Salvador Dalí
Leere
Leere — Zufälligkeit — Existenz — Uneigentlichkeit — Absurdität — Mensch
Leere — Zufälligkeit — Existenz — Uneigentlichkeit — Absurdität — Mensch — Milchschnitte
Milchschnitte — Milchschnitte — Milchschnitte — Milchschnitte
Lecker.
P ∈ NP ∧ ∀ P’ ∈ NP: P’ ≤p P
… wenn die Grenzen zwischen den schwierigen Problemen verschwimmen und sie sich nur noch durch polynomielle Reduktionen voneinander unterscheiden.
“Wenn Sie noch nie in der Gefahr einer Schlacht, in der Einsamkeit der Gefangenschaft, im Todeskampf der Folterung oder im Schraubstock des Hungers waren, geht es Ihnen besser als 500 Millionen Menschen. Wenn Sie Essen im Kühlschrank, Kleider am Leib, ein Dach über dem Kopf und einen Platz zum Schlafen haben, sind Sie reicher als 75 Prozent der Menschen dieser Erde. Wenn Sie Geld auf der Bank, in Ihrem Geldbeutel und im Sparschwein haben, gehören Sie zu den
privilegiertesten 8 Prozent dieser Welt.”
…aus dem Amnesty-Kalender 2010