26. August 2009
Abre los ojos
Neben dem Fenster rauscht ein Zug vorbei. Erst sein dumpfes Grollen machte mich darauf aufmerksam, dass ich in meinem Zimmer, an meinem Schreibtisch sitze. Aus den Lautsprechern kriechen mir Töne entgegen, schleichen sich leise in mich ein. Vermutlich waren sie für mein Abdriften verantwortlich. Das passiert öfter.
Worüber habe ich diesmal nachgedacht? Jeder Versuch, mich zu erinnern, fühlt sich falscher an, als der vorhergegangene. Mir kommen die vielen Morgen in den Sinn, an denen ich aus anderen Welten erwachte und mich in meinem Bett wiederfand, wissend, vor einem Augenblick noch woanders gewesen zu sein, aber um klare Erinnerungen betrogen. Genauso fühle ich mich jetzt. Vielleicht habe ich über nichts nachgedacht.
Moloch whose name is the Mind!
Nun sitze ich in meinem Zimmer, an meinem Schreibtisch. Und meine Gedanken driften ab.