17. Februar 2010
Möglicherweise ganz interessante Filme
Aus dem Programm der Berlinale 2010:
Howl (USA 2009)
1957 steht in San Francisco ein amerikanisches Meisterwerk vor Gericht. Angeklagt ist „Howl“, das Gedicht von Allen Ginsberg, der es öffentlich zum ersten Mal am 7. Oktober 1955 in der Six Gallery in San Francisco vorgetragen hat. Zwei Jahre später erscheint es im Druck, verlegt bei City Light Books, dem Verlag des Dichters Lawrence Ferlinghetti. 520 Exemplare der ohnehin kleinen Auflage werden daraufhin von der Polizei beschlagnahmt, Ferlinghetti muss sich wegen Verbreitung obszönen Schrifttums vor Gericht verantworten.
Blank City (USA 2009)
New York am Ende der 70er Jahre, das war eine Stadt kurz vor der Pleite. Die Armut wuchs und mit ihr die Verbrechensrate. Und doch war New York eine Stadt, die das internationale Kino enorm bereicherte, denn hier, an der Lower East Side, Downtown Manhattan, entwickelte sich etwas Neues: ein unabhängiges, widerständiges Kino junger Filmemacher, die sich von Vorgaben der aktuellen Musik – Punk und New Wave – anregen ließen und inhaltlich wie ästhetisch zu neuen Ausdrucksformen gelangten.
Red, White and The Green (Iran 2009)
RED, WHITE & THE GREEN ist ein Dokumentarfilm, der die letzten drei Wochen vor den Wahlen im Juni 2009 zum Gegenstand hat. 58 Minuten lang zeigt er Aufnahmen aus der iranischen Hauptstadt, die zuvor niemals zu sehen waren. Der bewegendste Aspekt des Films ist der große Optimismus, den die meisten Menschen in Hinsicht auf die bevorstehenden Wahlen zum Ausdruck bringen – ohne eine Ahnung davon zu haben, dass eine Vielzahl von ihnen ein großes Erschrecken erwartet.
Exit Through the Gift Shop (GB, USA 2009)
„Ein Film über einen Mann, der versucht hat, einen Film über mich zu drehen“, so beschreibt Banksy seinen ersten Spielfilm. Der britische Graffitikünstler ist für seine längst zu Ikonen gewordene Straßenkunst berühmt und streng darauf bedacht, seine Identität geheim zu halten, um einer möglichen Strafverfolgung zu entgehen. Darum überrascht es auch nicht, dass er nicht bereit war, sich von einem exzentrischen französischen Ladenbesitzer namens Thierry Guetta filmen zu lassen.