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Aufgenommen in Aljezur, Portugal.
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Aufgenommen in Aljezur, Portugal.
Mehr aus dem Programm der Berlinale 2010:
Red, White and The Green (Iran 2009)
RED, WHITE & THE GREEN ist ein Dokumentarfilm, der die letzten drei Wochen vor den Wahlen im Juni 2009 zum Gegenstand hat. 58 Minuten lang zeigt er Aufnahmen aus der iranischen Hauptstadt, die zuvor niemals zu sehen waren. Der bewegendste Aspekt des Films ist der große Optimismus, den die meisten Menschen in Hinsicht auf die bevorstehenden Wahlen zum Ausdruck bringen – ohne eine Ahnung davon zu haben, dass eine Vielzahl von ihnen ein großes Erschrecken erwartet.
Exit Through the Gift Shop (GB, USA 2009)
„Ein Film über einen Mann, der versucht hat, einen Film über mich zu drehen“, so beschreibt Banksy seinen ersten Spielfilm. Der britische Graffitikünstler ist für seine längst zu Ikonen gewordene Straßenkunst berühmt und streng darauf bedacht, seine Identität geheim zu halten, um einer möglichen Strafverfolgung zu entgehen. Darum überrascht es auch nicht, dass er nicht bereit war, sich von einem exzentrischen französischen Ladenbesitzer namens Thierry Guetta filmen zu lassen.
Siehe auch Möglicherweise ganz interessante Filme.
Aus dem Programm der Berlinale 2010:
Howl (USA 2009)
1957 steht in San Francisco ein amerikanisches Meisterwerk vor Gericht. Angeklagt ist „Howl“, das Gedicht von Allen Ginsberg, der es öffentlich zum ersten Mal am 7. Oktober 1955 in der Six Gallery in San Francisco vorgetragen hat. Zwei Jahre später erscheint es im Druck, verlegt bei City Light Books, dem Verlag des Dichters Lawrence Ferlinghetti. 520 Exemplare der ohnehin kleinen Auflage werden daraufhin von der Polizei beschlagnahmt, Ferlinghetti muss sich wegen Verbreitung obszönen Schrifttums vor Gericht verantworten.
Blank City (USA 2009)
New York am Ende der 70er Jahre, das war eine Stadt kurz vor der Pleite. Die Armut wuchs und mit ihr die Verbrechensrate. Und doch war New York eine Stadt, die das internationale Kino enorm bereicherte, denn hier, an der Lower East Side, Downtown Manhattan, entwickelte sich etwas Neues: ein unabhängiges, widerständiges Kino junger Filmemacher, die sich von Vorgaben der aktuellen Musik – Punk und New Wave – anregen ließen und inhaltlich wie ästhetisch zu neuen Ausdrucksformen gelangten.
Siehe auch Möglicherweise ganz interessante Filme II.
Paul Wegeners Der Golem, wie er in die Welt kam, 1920.
Der Golem, jüdische Sagengestalt, erschaffen um einem Zweck zu dienen, zum Leben erweckt durch das Wort “Wahrheit”, von den Menschen gefürchtet, unverstanden, gedemütigt. Eine Blume heitert ihn auf, ein Kind bringt ihm Frieden. Alle gesellschaftlichen Widrigkeiten, von antisemitischer kaiserlicher Willkür bis zu unstandesgemäßen Liebeleien à la Fontane, sollen von ihm aus der Welt geschaffen werden. Dabei ist seine eigene Geschichte, seine Rolle als Mittel in dieser fremden Welt der Weltmenschen und ihrer Zwecke, doch nicht weniger tragisch. Aber wer interessiert sich für einen dummen, hilflosen Lehmklumpen?
Pic unrelated.
Vom 22.11.2009 bis zum 21.03.2010 zeigt das Max Ernst Museum Brühl in einer Austellung Gemälde, Fotografien, frühe Kurzfilme und allerlei andere Werke von David Lynch, dem Regisseur von Eraserhead, Inland Empire, Mulholland Drive, Lost Highway, Blue Velvet und anderen Filmen, die ich leider noch nicht alle gesehen habe, die aber vermutlich ähnlich gut und hoffentlich ebenso verstörend sind, wie die zu Beginn der mittlerweile ziemlich entarteten nachgestellten Apposition (ja, das hab’ ich nachgeschlagen), in der ich mich gerade befinde, von mir genannten. Das Interessante: die “dunkle Pracht” aus dem Titel der Ausstellung ist offenbar so dunkel, dass sich der folgende, doch ein wenig Vorfreude erweckende Absatz in die Ankündigung auf der Website des Museums geschlichen hat:
Bitte beachten Sie, dass einige der in der Ausstellung gezeigten Kunstwerke Ihre Wert- oder Moralvorstellungen verletzen können. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die deshalb nur in Begleitung Erwachsener auf deren Verantwortung die Ausstellung besichtigen sollten.
Tenshi No Tamago — Angel’s Egg (Mamoru Oshii, 1985)
“Keep precious things inside you… or you will lose them.”
Ein surrealistischer Anime.
Das Ding, das wartete, ist aufgeschreckt, es ist über mich hergefallen,
es strömt in mich hinein, ich bin davon angefüllt. — Es ist nichts:
das Ding bin ich. Die Existenz, befreit, losgelöst, fließt in mich
zurück. Ich existiere.Antoine Roquentin in Jean-Paul Sartres “Der Ekel”
Henry Darger. Lebte einsam und zurückgezogen in Chicago. Verrichtete tagsüber einfache, monotone Arbeit. 1973 kurz vor seinem Tod gefunden: The Story of the Vivian Girls, in What is known as the Realms of the Unreal, of the Glandeco-Angelinnian War Storm, Caused by the Child Slave Rebellion. Von ihm verfasstes, 15.145-seitiges Manuskript mit zahlreichen selbstangefertigten Illustrationen. Ein einziges großes Rätsel. Outsider Art.
The Vivian Girls may be radiant icons of all that is good and innocent, but their struggle is sometimes presented with a ferocious bloodiness that has millions of little girls being graphically tortured and killed, while fires, floods, tornadoes and eruptions as well as warfare dispatch in merciless agonies millions of other people, thousands of them named characters.
In the Realms of the Unreal, 2005. Eine Dokumentation von Jessica Yu. Versucht, Leben und Werk dieses Mannes zu erfassen.